ill residenz 2016

jacques schiltz - tod

Ganz im Sinne einer seiner Hauptaufgaben – der Unterstützung und Förderung junger, aufstrebender Künstler – hat Independent Little Lies die „ILL Residenzen“ ins Leben gerufen. Das Konzept besteht darin, ein*er jungen Künstler*in einen Raum zum kreativen Arbeiten und Experimentieren sowie ein begrenztes Budget während einigen Wochen zur Verfügung zu stellen. Am Ende dieser Arbeitsphase wird ein Zwischenergebnis (work-in-progress) einem auserwählten Publikum von Professionellen aus dem Theaterbereich und interessierten Zuschauern vorgestellt. Die Idee ist, das Konzept 2016 mit einer ersten Ausgabe auszuprobieren und weiterzuentwickeln und den „ILL Residenzen“ zukünftig einen Platz im Programm von ILL zu sichern. ILL sieht in diesem Projekt eine Möglichkeit um auf das Bedürfnis junger darstellender Künstler*innen von Zeit-Räumen, die ausschließlich der Entwicklung von neuen und experimentellen Ideen gewidmet sind, einzugehen.  
 
Im August-September 2016 findet die erste Ausgabe der „ILL Residenzen“ in den Annexen des Schloss Burglinster statt. ILL hat sie dem jungen Regisseur Jacques Schiltz anvertraut. Jacques Schiltz hat bereits in mehreren ILL Projekten mitgewirkt (u.a. Juncker/Mille, 2013 und Independent Little Luxembourg, 2015) und ist seit 2016 Mitglied von ILL.  
 
Ausgangspunkt von Jacques Schiltz’ Recherche ist Tod, ein schaurig-komischer Einakter des bekannten Autors und Regisseurs Woody Allen. Der Protagonist, Kleinman, wird von einer Bürgerpatrouille zur Jagd auf einen wahnsinnigen Mörder gezwungen. Mitten in der Nacht irrt er durch die Straßen einer amerikanischen Kleinstadt, philosophiert mit einigen Leuten über Leben und Tod und wird dabei selbst von der Patrouille als Mörder verdächtigt und beinahe gelyncht... Am Ende steht er dem Wahnsinnigen schließlich selbst gegenüber.  
Woody Allens Beobachtungen zu den Themen Gesellschaft, Gewalt und Tod sind keine Hirngespinste eines neurotischen Komikers, sondern eine genaue Darstellung von Angst und Hysterie, die vielleicht heute aktueller ist als 1975, als das Stück geschrieben wurde. Allens Tod bildet die Grundlage für die Skizze, an der wir im kommenden Sommer arbeiten werden. Darüber hinaus werden wir versuchen, sowohl Verbindungen zu anderen Medien (Film, Hörspiel, Graphic Novel, etc.), als auch zu anderen Texten, wie z.B. Ionescos Tueur sans gages oder Fritz Langs M, herzustellen. So soll ein neuer Text entstehen, bei dem sich Autor, Sprache, Zeitraum und Medium im ständigen Wechsel befinden.  
 
Regie: Jacques Schiltz; Künstlerische Mitarbeit: Misch Feinen; Mit Konstantin Rommelfangen u.a.  
 
Mit der Unterstützung des Kulturministeriums.  
 

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Dates & Venue

16.09.16, 20h00 Annexe Schloss Burglinster

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